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Myon

Roboter

Making of Myon

 

Roboter für die Forschung

Frackenpohl Poulheim hat den humanoiden Roboter „Myon“ gestaltet, der im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes ALEAR im Labor für Neurorobotik der Humboldt-Universität zu Berlin entstanden ist. Myon repräsentiert die M-Serie, welche aus fünf gleichartigen Robotern besteht, denen ein neuartiges und spannendes Modul-Bauprinzip zu Grunde liegt. Als weiterer Partner für die Entwicklung des äußeren Erscheinungsbildes von „Myon“ konnte Bayer MaterialScience gewonnen werden.

Bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Entstehungsprozess des Roboters konnten wir mit dem Labor für Neurorobotik zusammen arbeiten. So wurde als erster Schritt mit den Wissenschaftlern gemeinsam in mehrtägigen Arbeitstreffen der Charakter von „Myon“ herausgebildet. Nachdem diese Zielsetzung formuliert war, galt es, die entsprechende Proportionierung für die Gestalt zu finden und mit den Konstrukteuren abzustimmen. „Dies hat entscheidenden Einfluss auf die Wirkung, die ein Roboter bei Betrachtern hinterlässt“, sagt André Poulheim, der gemeinsam mit Thorsten Frackenpohl dieses Projekt auch ohne Vergütung im eigenen Studio umgesetzt sehen wollte. „Roboter können leicht bedrohlich aussehen, wenn beispielsweise die Schultern zu breit geraten. Myon aber sollte freundlich erscheinen und in Analogie zu seiner Körpergröße, die der eines achtjährigen Kindes entspricht, keine Gefahr ausstrahlen“, so Poulheim.

Neben den gestalterisch-symbolischen Funktionen muss die Verschalung des Roboters aber auch technisch-praktische Funktionen übernehmen. Sollte „Myon“ stürzen, so schützt die Haut das sensible Innenleben vor Schäden. Mit Bayer MaterialScience ist es gelungen, speziell für diese Anwendung ein Material zu entwickeln, welches den Anforderungen aus gestalterischer wie aus technischer Sicht gerecht wird. Die transparente Deckschicht aus Makrolon sorgt für einen gewünschten Tiefeneffekt, glasfaserverstärktes Polycarbonat erzeugt die benötigte Stabilität.